велосипедная дорожка “Красний Лес” “Виштынецкий”

велосипедная дорожка “Красний Лес” “Виштынецкий”

Radwege auf alten Bahntrassen gleichen in hügeligem Gelände Steigungen und Gefälle aus und erleichtern das Radfahren für jung und alt.

Ein grenzüberschreitender Bahntrassen-Radweg (‘rail track trail’) rund um die Rominter Heide auf den alten Eisenbahntrassen Goldap — Szittkehmen — Tollmingkehmen — Goldap ist doch eine Überlegung wert.
Ein solches Projekt würde helfen, die Rominter Heide auch im russischen Anteil touristisch besser zu erschließen und ganz sicher Fahrradtouristen aus Polen und Deutschland anziehen.

Ein Radweg kann auch,  je nach zur Verfügung stehenden Mitteln, in Teilstrecken errichtet werden. Weite Abschnitte zwischen Tollmingkehmen und Szittkehmen erfordern fast nur eine Entfernung des Buschwerkes. Ich kann mir vorstellen, daß die Strecke Емельяновка(Schackummen — Калинино(Mehlkehmen) oder Калинино(Mehlkehmen) — Лесистое(Nassawen) ein guter Anfang wären.
Andere Teile — zumindest auf der polnischen Seite auch aus eigenener Anschauung — werden schon jetzt als Traktorenwege genutzt und sind sofort mit dem Rad zu befahren. Aufwendig ist allerdings Sicherung der großen Eisenbahnbrücken und hohen Dämme auf der polnischen Seite.

 

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Trasse und Wegbrücke zwischen Nassawen und Kuiken. (Foto Александр Сергеевич)

Point 3 View to SE (Heidebach) Elluschönen

Trasse bei Elluschönen. Voilà Fahrradweg! (Foto Валерий Мотев, Valery Motev)

nur gering zugewachsene Trasse nordöstl. von Kalinino

Nur gering zugewachsene Trasse nordöstl. von Kalinino  (Foto Lena Muchin)

Die Rominter Heide mit dem Fahrrad entdecken

Schon sei längerer Zeit trifft man immer wieder auf Gruppen von jungen Menschen, rüstigen Rentnern oder Familien, die auf den Straßen und Wegen in Polen und im Baltikum die Landschaft erkunden. Diese Entwicklung hat bis jetzt allerdings das Gebiet Kaliningrad nicht erfasst. Die Ursache dafür ist die fehlende Infrastruktur, insbesondere Fahrradwege, aber auch Formalitäten an der Grenze und die Unsicherheit auf den Straßen.
Dies betrifft natürlich auch die Rominter Heide, wobei das Problem der Fahrradwege durch die Nutzung des bestehenden Straßennetzes gelöst werden kann. Der Autoverkehr in der Rominter Heide ist relativ gering und die bestehenden Wege eignen sich für Radtouren. Ähnlich wie beim Kanutourismus können als potentielle Zielgruppe Natur- und Sportliebhaber aus ganz Europa, insbesondere aus Deutschland und Polen, betrachtet werden.
Die Attraktivität solcher Angebote könnte durch eine grenzüberschreitende Variante noch erhöht werden. Eine Fahrradtour durch den russischen und polnischen Teil der Rominter Heide scheint in einer mittelfristigen Perspektive möglich zu sein.

Erforderlich dafür wären spezielle Bestimmungen am Grenzübergang in Gołdap (schnelle Abwicklung der Gruppen; bei weiterhin bestehender Genehmigungspflicht, die Möglichkeit, diese unmittelbar an der Grenze zu beantragen; etc.). Denkbar wäre auch eine Variante, welche litauen einbezieht – eine Fahrradtour durch die Rominter Heide (PL/RU), verbunden mit einer Bootsfahrt auf dem Wystiter See und Weiterfahrt auf der litauischen Seite.

Rings um die Rominter Heide verlief vor dem Krieg eine Bahnlinie (Goldap – Meschkrupchen – Blindgallen – Szittkehmen – Nassawen – Tollmingkehmen – Makunischken – Gr. Rominten – Goldap). Heute besitzt auf russischer Seite lediglich das Teilstück zwischen Tollmingkehnen und Gr. Rominten (Čistye Prudy — Tokarevka — Krasnoles’e) noch Schienen. Auf polnischer Seite ist das alte Gleisbett vorhanden geblieben – die Pläne, es in einen Fahrradweg umzuwandeln sind aus finanziellen Gründen vorerst gescheitert.

Eine historische Wanderkarte zeigt neben dem vorhandenen Wegenetz (Chausseen, Landstraßen, Feld- und Waldwege) ausgewählte Wanderrouten durch die gesamte Rominter Heide, d.h. durch den heute zu Russland bzw. Polen gehörenden Teil des Waldgebiets (PHARUS-WANDERKARTE 1934).
An den zahlreichen Bahnhöfen bzw. Haltepunkten beginnend führten die meisten Wanderwege zum Jagdschloss Rominten (heute Radužnoje), z. B. von Nassawen (heute Lesistoje) (ca. 9 km), Gr. Schackummen/Kl. Schwentischken (heute Pugačevo) (ca. 10 km), Makunischken (heute Tokarevka) (ca. 12 km), Meschkrupchen (heute Meszno/Polen) (ca. 10 km), Gołdap (heute Polen) (ca. 22 km).

aus: Machbarkeitsstudie für die Entwicklung eines länderübergreifenden Großschutzgebietes Rominter Heide”  Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur

 


Dazu auch mein blog: Radrundweg Goldap-Szittkehmen-Tollmingkehmen-Goldap

 

Tras rowerowych “Puszcza Romincka”
Radrundweg “Rominter Heide”

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So ein Werkzeug muß man haben!