Loks, Wagen und Personal

 

 

 

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Lok 1, Union Fabr.-Nr. 1893, Bauj. 1911

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GmP Oletzkoer Kleinbahn Postkarte

 

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HEIMATKARTE DES KREISES OLETZKO 5.Aufl.

 


Personal und rollendes Material

Anfangs verfügte die Oletzkoer Kleinbahn über vier 1’C n2t Lokomotiven der Union-Gießerei,
Baujahr 1911, fortlaufende Fabrik-Nr. 1893–1896; fortlaufend nummeriert Lok-Nr. 1−4

Im ersten Weltkrieg gingen die Lokomotiven 2 bis 4 verloren.
Sie wurden ersetzt durch drei Lokomotiven der Arnold Jung Lokomotivfabrik
Lok-Nr. 2″ 1’B n2t, Bauj. 1915, Fabr.-Nr. 2292
Lok-Nr. 3″ 1’B n2t, Bauj. 1915, Fabr.-Nr. 2293
Lok-Nr. 4″ 1’C n2t, Bauj. 1916, Fabr.-Nr. 2360
(Zahlen: Jörg Petzold)

Der Kreis Oletzko wurde im ersten Weltkrieg insgesamt dreimal von Russen angegriffen. Außer den beiden Hauptangriffen im August und im November sind auf der großen Kreiskarte auch Kämpfe im Einzugsbereich der Kleinbahn im Oktober u.a. bei Giesen, Kukowen und Plöwken aufgeführt.
Bei Gause ist dieser Angriff auf S. 65 erwähnt: Auch in der Zeit, da die Flüchtlinge in die Heimat zurückkehrten, hörte die Fluchtbewegung nicht ganz auf, denn auch zwischen dem ersten und zweiten Angrff der Russen fanden Grenzkämpfe statt, bei denen die Feinde hier und da auch ein Stück in das Land eindrangen. So brachen sie bald nach der Schlacht von Tannenberg, während die deutschen Truppen sich mit der Armee Rennenkampf (im Norden) schlugen, im Süden der Provinz in die Kreise Ortelsburg und Johannisburg ein. Im Oktober gelang es ihnen dann, von Südosten her über Lyck hinaus bis vor Marggrabowa vorzudringen.

 

Ein Bahnpoststempel von 1917 wundert mich; von “richtiger” Bahnpost kann doch kaum die Rede sein. Bitte um Rückmeldung der Spezialisten.

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1927 verfügte die Oletzkoer Kleinbahn, neben den Lokomotiven, über 8 zweiachsige Personenwagen, 2 Gepäckwagen und 36 Güterwagen (30 zweiachsig, 6 vierachsig).
Der Materialbestand blieb bis zum Ende des Betriebes im Herbst 1944 unverändert, während die Zahl von zunächst 34 Beschäftigten auf 28 vermindert wurde.

Die Bediensteten der Kleinbahn Treuburg–Garbassen waren -soweit noch zu ermitteln- Lokführer Friedrich Katschinski und Heizer Richard Stenzel. Später war Herr Stenzel Lokführer und Heizer Rudolf Symanski. Herr Rudolf Ledzik begann zunächst 1911 als Rottenführer und war dann bis zur Flucht Zugführer und August Lachowitz Rottenführer. Ernst Sollmann war Beamter in Garbassen.
Ab 15. Juni 1936 und ab 1. Februar 1937 waren Frau Friedl Biernath (geb. Lachowitz) und Frau Erna Doberstein, später Grete Preuß, Bahnagentinnen auf dem Bahnhof Mierunsken (Merunen) -Mitte. Mit festen Schalterzeiten hatten sie das ankommende Stückgut, welches auf den Speicher gerollt wurde, anzunehmen, laut Frachtbrief zu vergleichen und es bei den Empfängern zu avisieren.

Bahnhofsvorsteher am Kleinbahnhof Marggabowa (Treuburg) war Horst Goerke und  Fahrdienstleiter Karl Ganz.

Bei der Kleinbahn Treuburg–Schwentainen waren die Bediensteten Arbeiter Otto Amonat, Hans Bolsch und Paul Stumber, Rottenführer Hermann Borowski und August Raglitzki, Lokomotivführer Bieber, Heizer Gustav Przyborowski und Gustav Wiborny, Zugführer Herbert Szepanski, Schaffner Kowalzik und Angestellter (i.R) August Sarkowski.